Wir haben mehrere Berichte zum Wörnerkopf (1979m) im Karwendel:

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Wir haben mehrere Berichte zum Zunterweidkopf (1810m) im Karwendel:

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Couch oder Wanderstiefel?

Winterwandern im Bayerischen Wald


04. Dezember 2015 • Autor: brm.


Sicherlich, eine Couch ist in der kalten Jahreszeit verlockender als ein Wanderstiefel. Die Temperaturen fallen allerorts, die Schneefallgrenze sinkt, die Tage werden kürzer. Da können uns Weihnachtsplätzchen, ein heißer Tee und eine warme Kuscheldecke leicht auf das erholsame Kanapee verführen. Um dem entgegenzuwirken, haben wir uns in der Redaktion zusammengesetzt und drei lohnende Wintertouren im Bayerischen Wald herausgefiltert. Diese sind teils einfach zu gehen, teils in nur wenigen Stunden zu meistern oder sie bieten ein gemütliches Ambiente.

Für Gehetzte: Der Große Osser

In der Kürze liegt die Würze: Die Tour auf den Großen Osser (1293m) besticht vor allem durch den wunderbar geringen Zeitaufwand. Lediglich zwei Stunden sind wir hier unterwegs, dann stehen wir schon vor dem felsigen Gipfelaufbau. Der Weg ist leicht und nur einmal durch ein Drahtseil gesichert, welches für den Durchschnittswanderer aber völlig überflüssig ist. Bei schönem Wetter hat auch das Osserschutzhaus (1285m) geöffnet und bietet direkt unter dem Gipfel warme Mahlzeiten. In gut einer Stunde geht es dann auch wieder hinab, so dass wir im Gesamten nur drei Stunden für die Tour benötigen. Perfekt für den Sonntagnachmittags-Ausflug! (Dauer: 3:05h; Schwierigkeit: geschenkt)

Nach nur zwei Stunden steht man am Großen Osser bereits vor der Gipfelkanzel.

Für Abenteurer: Der Große Rachel

Was wir damals bei unserer Tour auf den Großen Rachel (1453m) erlebt haben, war wirklich ein Abenteuer. Und auch wenn wir es nicht empfehlen können, bei Sturmböen und Schneegestöber auf diesen Gipfel zu marschieren, so befürworten wir die Tour an schönen Tagen allemal. Schon die Anfahrt über die einsame und furchtbar enge Straße nach Gfäll (945m) ist ein Highlight. Die bei hoher Schneelage zum Teil unübersichtliche Wegführung beim Aufstieg kann das ganze sogar toppen. Karte und Kompass dürfen Wanderer hier nicht vergessen. Und genug Verpflegung! Eine Einkehr ins Waldschmidthaus (1360m) ist im Winter nicht möglich. (Dauer: 3:30h; Schwierigkeit: gut machbar)

An stürmischen und verschneiten Tagen kaum zu erkennen: Das Rachel-Kreuz.

Für Gemütliche: Der Lusen

Der Weg auf den Gipfel des Lusen (1373m) ist im Winter wahrlich kein Hindernis. Die nahezu barrierefreie Route führt von Waldhäuser über die Straße zur Waldhausreibe (1110m). Von dort geht es über den Winterweg – ja, so etwas gibt es am Lusen tatsächlich: einen extra im Winter plattgewalzten Weg für Wanderer – hinauf auf den Gipfel. Oben hat das Lusenschutzhaus (1345m) dann täglich geöffnet, bietet eine warme Stube und warme Speisen. Anschließend geht es wahlweise zu Fuß oder mit dem Schlitten wieder ins Tal. (Dauer: 2h; Schwierigkeit: geschenkt und leichter)

Das Lusenschutzhaus ist leicht zugänglich und lädt täglich zur Jause ein.

Alternativ bietet sich noch die Möglichkeit, die Straße zu vermeiden und über den Waldhäuserriegel (1151m) aufzusteigen. Im Winter ist dieser Weg nur wenig frequentiert und demzufolge benötigen wir etwas Orientierungsgefühl. Dafür erleben wir die Winterlandschaft von ihrer besten Seite. (Dauer: 3:15h; Schwierigkeit: leicht)

Für Zweifler: Die Alternativen

Sollte Ihnen von den Genannten keine Tour zusagen, finden sie hier weitere Touren aus aller Welt für die kalte und dunkle Jahreszeit. Denn ein gemütlicher Abend auf der Couch ist umso schöner, wenn Sie sich zuvor körperlich betätigt haben. Wir wünschen viel Spaß und Gipfelglück.