Reportage: Martinique – Outdoor-Clan.de

Sprachlos in der Karibik

Auf der Insel Martinique


30.12.2014 – 14.01.2015 • Autor: brm.


Übersicht

Dieser Reisebericht beschreibt unseren 16-tägigen Aufenthalt auf Martinique in der Karibik. In den ersten sieben Tagen halten wir uns in der südlichen Inselhälfte auf und besteigen dabei den Montagne du Vauclin. In den darauffolgenden fünf Tagen sind wir in der nördlichen Inselhälfte unterwegs. Hier besteigen wir mit dem Montagne Pelée den höchsten Berg der Insel. Die restlichen vier Tage verbringen wir entspannt wieder im Süden.

Tag 1: Ankunft in der Karibik

Es ist halb elf Uhr abends, als wir am Parkplatz unserer Autovermietung aus dem Kleinbus aussteigen. Vor gut einer Stunde sind wir am Flughafen in Fort-de-France gelandet und wurden dort von einem Mitarbeiter der Autovermietung wie abgemacht abgeholt. Es ist noch immer sehr schwül und die hohe Luftfeuchtigkeit treibt uns den Schweiß auf die Stirn. Ohrenbetäubend ist das Gekreische der Grillen und anderer Insekten in den umliegenden Bäumen. Tatsächlich dachten wir anfangs, es handle sich um eine Alarmanlage.

In einem Container erhalten wir unsere Einweisung, schnappen uns unseren roten kleinen KIA und zischen los. Bis zum Campingplatz in Sainte-Anne im Süden ist es gut eine Stunde Fahrt: Doch diese ist traumhaft. Mit geöffnetem Fenster – für uns daher besonders, da uns die Kälte in Deutschland die letzten Monate fest im Griff hatte – düsen wir über die noch immer gut befahrenen Bundesstraßen.

Um kurz vor Mitternacht stellen wir unser Zelt am Campingplatz auf. Niemand ist mehr in der Verwaltung und wir nehmen uns vor, uns morgen dort anzumelden. Mit schönen Gedanken vom nahenden Urlaub schlummern wir in den Schlaf.

Bildergalerie: Martinique – Der Süden

Tag 2: Ein anstrengender Tag

Am folgenden Tag sind wir früh auf den Beinen. Der Campingplatz ist fast menschenleer, nur ein weiteres Zelt steht in unserer Nähe. Das Toilettenhäuschen haben wir dennoch nicht für uns alleine: Ein Gecko sieht uns beim Zähneputzen zu. Anschließend melden wir uns bei der Verwaltung an, schlendern an den nahen Strand Mouillage de Sainte-Anne direkt am Campingplatz und genießen die ersten Sonnenstrahlen. Für heute haben wir uns die Savane des Pétrifications auf der südöstlichen Halbinsel vorgenommen. Der französische Reiseführer, den nur mein sprachgewandter Partner entziffern kann, schreibt von einer tollen und für Martinique ungewöhnlichen Landschaft.

Dort angekommen parken wir unser Auto am Strand Grande Anse des Salines, dem beliebtesten und größten Strand der Insel. Von hier aus marschieren wir los. Die ersten Meter wandern wir noch an der Straße entlang, doch schnell wollen wir das Meer sehen. Durch den Palmenhain hindurch gelangen wir an den Anse de Prunes, der von einer kleinen Halbinsel getrennt auf den Grande Anse des Salines folgt. Und dieser Strand ist ein wahrer Bilderbuch-Karibikstrand. Traumhaft! Wir sind froh, diesen kleinen Umweg gemacht zu haben.

Wunderschön: Der Anse de Prunes.

Zurück auf der Straße geht es über eine Holzbrücke. Zwei Angler stehen unter uns im seichten Wasser. Ein Reiher spaziert in der Ferne auf der Jagd nach Fröschen. Wir folgen dem jetzt schmalen Pfad weiter in die Savanne. Die Gegend ist merklich trockener und steiniger. Hier bietet sich uns die Möglichkeit, direkt durch die stein- und kakteenüberzogene Wüste zu marschieren oder der Küste zu folgen. Beides hat seinen Reiz und wir bleiben im Hinweg an der Küste mit seinen scharfen Klippen und den brandenden Wellen. Wirklich toll! Nach gut zwei Stunden sind wir am Ende angekommen. Hier befindet sich nochmal ein gut besuchter Strand – der Anse Trabaud – wo wir kurz pausieren und den zahlreichen Kitesurfern zuschauen. Anschließend machen wir uns auf den Rückweg und nehmen dieses Mal den direkten Weg durch die Wüste.

Wieder am Parkplatz angekommen, begutachten wir noch den See Étang des Salines gegenüber des Grande Anse des Salines. Ein Holzsteg führt uns gut beschildert über einen großen Teil des Sees. Mit meinen nicht vorhandenen Französischkenntnissen kann ich mit den Täfelchen aber wenig anfangen.

Im Anschluss genießen wir noch das Strandleben und die kulinarische Köstlichkeiten am Grande Anse des Salines, ehe wir den Rückweg antreten. Da es aber erst Mittag ist, planen wir noch eine weitere Wanderung: Der Morne Larcher (487m) im Südwesten hinter der Kleinstadt Le Diamant hat es uns angetan. Wir folgen der D37 und biegen wenige Fahrminuten nach Le Diamant rechts ab. Hier am besten die Karte zu Rate ziehen. Unsere haben wir vom Campingplatz, aber auch am Flughafen liegen diese aus. Wir stellen unser Auto ab und gehen über steiniges Gelände durch den Wald. Es ist furchtbar anstrengend. So richtig akklimatisiert sind wir noch nicht.

Nach knapp einer Stunde lichtet sich der Wald und vor uns eröffnet sich ein toller Blick auf das Meer sowie den Rocher du Diamant. Herrlich! Mein Partner unterhält sich derweil mit weiteren Wanderern – ich versteh kein Wort – und danach überlegen wir, ob wir zum Gipfel aufsteigen wollen. Da dorthin aber kein Weg führt und wir völlig fertig sind, lassen wir es Gott sei Dank gut sein und steigen ab.

Der Rocher du Diamant erhebt sich aus dem Meer.

Abends – es ist ja Silvester – kaufen wir im nahegelegenen Supermarkt ein und grillen Fisch mit leckerem Salat zusammen mit zwei Urlaubern, die heute erst am Campingplatz angekommen sind. Beide kommen ebenfalls aus Deutschland. Anschließend genießen wir noch ein kleines Feuerwerk am Strand und sinken dann erschöpft aber zufrieden ins Land der Träume.

Tag 3: Neujahrsfeier

Auch an diesem Tag sind wir früh auf den Beinen. Vormittags besuchen wir Sainte-Anne mit seinen schmalen Straßen, gemütlichen Plätzen und dem hektischen Markt, nachmittags fahren wir in den Nationalpark im Südwesten der Insel. Und dort geraten wir prompt in eine Neujahrsfeier: Eigentlich sind wir lediglich zum Fotografieren ins Inland gefahren, als uns just ein Herr anspricht und uns zusammen mit seinen Freunden zur Neujahrsfeier einlädt. Auf Martinique ist es Brauch, dass die Herren der Schöpfung an Neujahr gemeinsam die Nachbarshäuser aufsuchen und dort von den Damen mit Rum und Leckereien wie gesalzenem Schinken versorgt werden. Ein explosive Mischung! Mein Partner ist unser Fahrer, somit bleibt viel Rum an mir hängen. Und da ich dank der Sprachbarriere nur schwer ablehnen kann, wird mir ständig nachgefüllt. Nach vier Häusern ist dann – auch wenn es noch so amüsant war – Gott sei Dank Schluss und ich werde beschwippst von meinem Partner nach Hause gefahren.

Tag 4 – 6: Abhängen und Genießen

Martinique im Zeitraffer
(In Kooperation mit APTP)

In den Folgetagen lassen wir es etwas ruhiger angehen. Der zweite Tag hat uns doch sehr mitgenommen. Wir machen uns Gedanken über die Gefahren auf der Insel: Viele davon gibt es ja nicht. Uns fällt der Manchinelbaum ein, dessen giftige Substanz – tritt meistens bei Regen auf – zu Blasenbildung und Verbrennungen auf der Haut führen kann. Dieser Baum wird aber glücklicherweise mit roter Farbe angemalt. Außerdem gibt es eine giftige Schlange, die aber nachtaktiv ist. Alles in allem eher nicht groß der Rede wert. Ansonsten fahren wir viel mit dem Auto herum, auch wenn die Straßen in sehr schlechtem Zustand sind und wir oft mit dem Unterboden aufsetzen. Aber es ist schön, einfach nur beim Fahren die Landschaft und den Fahrtwind zu genießen. Ein Auto ist auf dieser Insel wirklich lohnenswert.

Des Weiteren kommt es zu einem kurzen Urlaubsflirt: Wir lernen zwei junge Französinnen kennen, die eine Weltreise machen. Beide kommen kurz nach uns am Campingplatz an. Da ich zuhause eine Freundin habe, überlasse ich es meinem Partner, mit den Mädchen anzubandeln. Aus mehr als einem Flirt wird dann aber nichts

Unsere Unternehmungen sind derweil vielfältig: Wir besteigen den alten Vulkan Piton Crève-Cœur (205m), eine kleine Erhebung auf der südlichen Halbinsel. Startpunkt ist dabei die verfallene Ruine Crève-Cœur. Oben erwartet uns ein toller Ausblick. Des Weiteren besuchen wir zahlreiche Strände – an einer sehr versteckten Bucht entdecken wir Unmengen an Muscheln – darunter den Anse Michel am Cap Chevalier, der nur über einen langen Holzsteg erreichbar ist sowie den Anse Noire, den einzigen Strand im Süden mit schwarzem Sand. Tausende Fische tummeln sich hier im Wasser und auch Schildkröten sind manchmal zu sehen. Angetan haben es uns auch die kleinen Küstenstädte wie Le Vauclin oder Le François im Osten, die zum Verweilen einladen. Zu guter Letzt darf natürlich auch Fort-de-France, die Hauptstadt der Insel, nicht fehlen. Um nicht in die falschen Viertel zu gelangen, besorgen wir uns die nötigen Auskünfte an der Touristeninformation.

Im Wasser um den Steg des Anse Noire tummeln sich tausende Fische.

Weiterhin muss dazu gesagt werden: Französisch versteh ich immer noch nicht und mein Partner ist derjenige, der mit den Einheimischen redet. Als wir aber auf einen deutschsprachigen Schweizer treffen, blühe ich auf. Leider nur eine Stunde. Dann muss er weiter. Außerdem ist mein Handy jetzt kaputt. An einem der vielen Strände setzte ich den Rucksack nur kurz ab. Just in diesem Moment wälzte sich eine große Welle heran und traf den eigentlich weit genug entfernten Rucksack etwas am Unterboden. Genau da lag aber mein Handy. Die Kontakte sind jetzt vom Salz zerfressen. Somit ist auch mein Draht nach Hause hin. Toll!

Tag 7: Mont du Vauclin

Am sechsten Tag – Handy immernoch hin, Französisch immer noch eine Fremdsprache – nehmen wir uns die Besteigung des Montagne du Vauclin (504m) vor, des höchsten Berges der südlichen Halbinsel. Oben genießen wir einen tollen Blick. Unten angekommen – mein Partner ist noch am Berg – spricht mich plötzlich ein Einwohner des Dorfes an. Schnell erkennt er, dass ich kein Wort verstehe. Dennoch führt er mich in seinen etwas verwilderten Garten und greift zu seiner langen Machete. Etwas erschrocken schaue ich auf, aber er hackt nur eine Pflanze ab und signalisiert mir, ich solle davon abbeisen. Da der Kerl ziemlich vertrauenswürdig wirkt, tu ich ihm den Gefallen. Und ich mache alles richtig: Es handelt sich um Zuckerrohr und schmeckt fantastisch. Selten habe ich etwas so Saftiges und Süßes gegessen. Toll! Der nette Einheimische gibt mir noch ein paar Mandarinen mit und zeigt mir ein paar schöne Blumen, ehe ich mich dankend verabschiede und mit meinem Partner zum Campingplatz zurückkehre.

Tag 8: Ab in den Norden!

Am folgenden Tag fahren wir dann in den Norden. Hier wollen wir die nächste Zeit im Auto übernachten. Startschuss ist die Halbinsel Presqu’île de la Caravelle im Osten der nördlichen Inselhälfte. Dort angekommen, beschließen wir spontan, am Pointe Petit Négre zu übernachten, um am nächsten Tag den Sonnenaufgang bewundern zu können. Von Château Dubuc wandern wir los und treffen nach knapp eineinhalb Stunden am Schlafplatz ein. Hier verhindert ein sturmartiger Wind jegliche Chance, das Zelt aufzustellen. Folglich bleibt uns nur die Möglichkeit, unter freiem Himmel zu nächtigen. Wir legen uns Rucksäcke so, dass sie uns einigermaßen Windschutz bieten, rollen uns in die Schlafsäcke und legen noch die Regenplane des Zeltes über uns. In der Nacht regnet es auf Martinique sehr gerne. Klingt unbequem, aber wir schlafen tatsächlich ein.

Unser Nachtlager ist auf alle Fälle schön gewählt. Aber es ist sehr stürmisch.

Tag 9: Ganz hinauf in den Norden

Mitten in der Nacht weckt mich ein Regentropfen. Es beginnt zu regnen. Schnell werfe ich mir die verrutschte Regenplane über den Kopf. Ein Blick zu meinem Partner zeigt: Auch er hat es mitbekommen. Er sitzt unter seinem Teil der Plane und stopft diese unter die Isomatte, damit das Regenwasser nicht von der Seite reinläuft. Ich tue es ihm gleich. Der starke Wind reißt die Plane aber immer wieder hoch. Irgendwie hat es was, so hilflos den Naturgewalten ausgesetzt zu sein. Nach knapp zwei Stunden schlafe ich wieder erschöpft ein.

Bildergalerie: Martinique – Der Norden

Am Morgen genießen wir den herrlichen Sonnenaufgang. Obwohl wir völlig übermüdet sind, hat es sich gelohnt, hier zu übernachten. Anschließend packen wir unsere Sachen und wandern über einen Leuchtturm mit perfekter Rundumsicht zurück zum Auto und starten Richtung Grand’Rivière im Norden. Zwischendurch halten wir an tausenden Aussichtspunkten, um Fotos für unsere Timelapse zu machen. 15000 sind es am Ende unseres Urlaubs.

Als wir Grand’Rivière – traumhaft im Dschungel gelegen – schließlich erreichen, hat die Touristeninformation bereits geschlossen. Eigentlich wollten wir uns heute noch für die morgige Tour anmelden: Wir wollen von Grand’Rivière nach Anse Couleuvre wandern und anschließend von einem Fischer mit seinem Boot abgeholt werden. Die Touristeninfo organisiert dieses Boot. Wir hoffen nun, dass es am nächsten Tag klappt und genießen zum Abendessen eine Languste in einem der schönen Restaurants.

Als ich im Anschluss alleine einen Spaziergang im Dorf unternehme, treffe ich auf eine dreiköpfige Familie. Die Frau spricht mich auf Französisch an, ich erwidere, nur Englisch sprechen zu können – Deutsch geb ich nicht mal mehr an. Daraufhin unterhalten wir uns kurz auf Englisch, bis sie ihren Mann nach einer Vokabel fragen muss. Und zwar auf Deutsch. Und erst daraufhin stellen wir fest, dass wir beide aus Deutschland kommen. Als die Familie im Anschluss meinen Partner trifft – er ebenfalls allein – geben sie an, eben einen Schweizer getroffen zu haben. Sie meinen mich. Mein bayerischer Dialekt scheint bei der definitiv nicht aus Bayern kommenden Familie einen falschen Eindruck hinterlassen zu haben. Nicht nur Französisch macht mir Probleme, auch um mein Deutsch bin ich jetzt etwas besorgt.

Am Ende des Tages schlafen wir zum ersten Mal im Auto.

Vor dem Sonnenuntergang gehen Pelikane jagen.

Tag 10: Wanderung durch den Dschungel

Zu Beginn unseres Aufenthalts auf Martinique hat uns eine nette Dame diese Wanderung empfohlen. Zumindest, wenn mein Partner sie richtig verstanden hat. Ich habe ja wie immer ... na, ihr wisst schon. Auf jeden Fall muss diese Tour von Grand’Rivière nach Anse Couleuvre ein tolles Naturerlebnis sein und wir wollen sie heute gehen.

Wir schlendern also, nachdem wir im Auto irgendwie schlafen konnten, zur Touristeninfo und haben Glück, dass es mit dem Boot klappt. Normalerweise sollten Touristen vorher anrufen und Bescheid geben. Aber gut; wir wandern los. Sechs Stunden soll die Tour dauern. Und gleich zu Beginn kommt uns eine riesige Schnecke entgegen. Ein guter Anfang! In der Folgezeit wandern wir immer 150 bis 250 Meter oberhalb der Küste entlang durch dichten Dschungel. Manche Bäume sind mit Informationen beschriftet. Auf Französisch versteht sich. Ein 30 Zentimeter langer Tausendfüßer quert unseren Weg und ich setze mich langsam von meinem fotografierenden Partner ab. Eine Digicam habe ich nicht dabei und mein Handy ist wie beschrieben kaputt.

Eine große Schnecke begegnet uns auf dem Weg in den Dschungel.

Irgendwann zweigt ein Weg vom Hauptweg ab. Ich folge ihm und stoße am Ende auf einen traumhaften Strand mit verfallenen Holzhütten und Unterständen. An den Klippen hängen Eimer mit Wäsche, scheinbar zum Schutz vor der Flut. Zwei Angler beäugen mich und rufen mir auf Französisch etwas zu: Klingt das aggressiv? Keine Ahnung! Auf jeden Fall mache ich vorsichtshalber kehrt und gehe. Nicht die feine Art, aber ich verstehe ja eh kein Wort. Im Rückweg entdecke ich schließlich in einem alten Holzstamm, der aussieht wie ein Totenkopf, eine Vogelspinne. Leider kann ich kein Foto machen, da mein Handy ... ja, ich wiederhole mich.

Angekommen am Anse Couleuvre haben wir – mittlerweile haben wir uns wieder gefunden – noch etwas Zeit und steigen daher zu einem nahen Wasserfall auf. In den Bäumen entdecken wir dabei ein Opposum. Der Wasserfall am Ende des Weges stürzt sich gut 50 Meter in die Tiefe und man kann sich problemlos darunterstellen. Toll! Wieder zurück am Strand geht es mit dem Fischerboot schnell zurück nach Grand’Rivière. Der Fischer erzählt uns sogar etwas über die Insel. Mein Partner übersetzt es mir netterweise.

Immer an den steil abfallenden Klippen entlang geht es mit dem Fischerboot zurück.

In Grand’Rivière angekommen setzen wir uns gleich ins Auto und fahren nach Le Morne-Rouge in der Inselmitte. Von dort wollen wir am nächsten Tag den Montagne Pelée (1397m) besteigen.

Tag 11: Der Mont Pelée

Für heute haben wir uns den Montagne Pelée (1397m) vorgenommen. Leider liegt der Berg meist im Nebel, aber für uns steht es außer Frage, dennoch hinaufzugehen. Gut fünf Stunden dauert die Tour, ehe wir wieder am Auto ankommen. Anschließend fahren wir noch an die Westküste. Dort übernachten wir wieder im Auto.

Tag 12: Besichtigung der Westküste

Am nächsten Tag besichtigen wir diesen Küstenstreifen. Zuerst die geschichtsträchtige Stadt Saint-Pierre – die einstige Hauptstadt der Insel. Sie wurde am 08. Mai 1902 durch den Ausbruch des Montagne Pelée (1397m) zerstört. Nur drei der 28000 Einwohner sollen die Katastrophe überlebt haben. Heute wohnen wieder 4300 Menschen in der Stadt und so manche Ruine zeugt noch immer von der Katastrophe.

Anschließend fahren wir an der Küste hinunter bis zur schönen Stadt Sainte-Marie und von dort weiter bis Fort-de-France.

Ein Leguan, mitten in der Hauptstadt Fort-de-France.

Tag 13 – 16: Die Sonne genießen und abreisen

In den letzten Tagen kehren wir zurück an den Campingplatz und genießen an den zahlreichen Stränden noch unseren Resturlaub. Wir überlegen, ob wir noch die Pitons du Carbet (1196m, 1109m, 1105m, 1069m) besteigen sollen, entscheiden uns aber aus Faulheit dagegen. Außerdem wird uns dabei von der Touristeninformation ein Führer nahegelegt und wir wollen nicht mehr viel Geld ausgeben.

Ich spreche zwar weiterhin kein Französisch, habe aber mittlerweile ein Internetcafé entdeckt, mit dem ich zumindest mein kaputtes Handy ersetzen kann. Alles nur noch halb so schlimm.

Am letzten Tag geben wir schließlich unser Auto ab und fliegen dann über Paris wieder zurück in die Heimat. Mein Partner wollte dabei seine Muscheln im Handgepäck mitnehmen – leider nicht erlaubt, da sie als Waffe benutzt werden können. Er musste den Beutel mit den Muscheln in den Müll werfen und mit leeren Händen nach Hause reisen. Na toll! Martinique war ansonsten aber traumhaft schön und wäre mit Französischkenntnissen wohl noch viel toller gewesen.